Sunday, August 8. 2010
Daikon vs. bayrischer Radi
Daikon ist eine in Ostasien verbreitete Zuchtform des Gartenrettich. Er hat mit dem bei uns in Bayern bekannten "Radi" also viel gemeinsam und gehört zur selben Pflanzenart (Raphanus sativus).
Er kann in sämtlichen Varianten genossen werden - frisch, getrocknet, eingelegt, gekocht - und auch seine Sprossen werden gerne verwendet, zum Beispiel um Sushi zu garnieren.
Den eingelegten Daikon (Takuan) kennt man hier wahrscheinlich ebenfalls vom Sushi. Dort findet man ihn in Form von gelben Streifen in so manchem vegetarischen Maki-Röllchen. Der Daikon wird dazu getrocknet und dann in Salz und Reiskleiemus eingelegt. Durch die Gärung wird er etwas weicher und milder und erhält den gelblichen Farbton. In Scheiben geschnitten wird eine kleine Portion Takuan auch oft als Beilage gereicht, da er für seine verdauungsfördernde Wirkung bekannt ist.
Frisch gerieben habe ich ihn schon auf einem Teller knusprig frittiertem Gemüse und Garnelen - Tempura - vorgefunden. Durch die leichte Schärfe erfrischt er angenehm die Zunge und paßt deshalb sehr gut zu dem Fettgebackenen.
Weißen Rettich zu kochen ist bei uns nicht sehr verbreitet - also nicht daß ich wüßte. Aber diesen Sommer habe ich zumindest einen Trend zum kurz angeschmorten Radieschen bemerkt und bin auf so manchem Blog über ein Rezept dafür gestolpert, so zum Beispiel bei Nokedli. Schmeckt sicher leicht und frisch!
Eigentlich darauf kommen tu ich deshalb, weil mir meine Mutter einen halben Radi mitgegeben hat und ich eine Möglichkeit gesucht habe, ihn zu verwerten.
Im Bundesland der Biergärten und natürlich des Bieres ißt man ihn traditionell hauchdünn zu einer Spirale geschnitten (hier ein Bild zur besseren Vorstellung). Wenn man mit der Technik des Einschneidens auf beiden Seiten nicht so vertraut ist, hilft ein spezieller "Radischneider" die Knolle in Form zu bringen. Das Einsalzen und "weinen lassen" (durch das Salz verliert er Wasser) vor dem Verzehr macht ihn etwas weicher und auch besser verdaulich.
Aber immer nur die selbe Zubereitungsart ist ja auf Dauer langweilig. Da habe ich bei "Sahra's cucina bella" ein interessantes Rezept für japanischen Daikonsalat gefunden - der funktioniert auch prima mit Rettich aus Deutschland. Ich habe noch eine Karotte untergemischt und etwas mehr Dressing hergestellt, als im Originalrezept angegeben.
Zu Teriyaki-Lachs mit Reis hat der erfrischende Salat definitiv das gewisse Etwas beigetragen und so hatten wir ein schmackhaftes, bekömmliches Abendessen. Das Rezept für den Lachs findet Ihr hier.

Rettichsalat für 2 Personen als Beilage:
1/2 großer Rettich, mit einem Julienneschneider oder Raspel in dünne Streifen geschnitten
1 Karotte, ebenfalls in Julienne geschnitten
1 TL Salz
3 EL Reisessig
2 TL Zucker
3 TL süßen Reiswein (Mirin)
wer möchte: geröstete Erdnüsse zum drüber streuen
Den Rettich und die Karotte schälen, in Streifen schneiden und in eine Schale geben. Großzügig einsalzen und ca. 30 Minuten "weinen" lassen. Dadurch verliert das Gemüse einiges an Wasser und wird bekömmlicher.
Danach in ein Sieb geben und kurz mit kaltem Wasser abspülen. Abtropfen lassen und zurück in die Schale tun.
In einer kleinen Pfanne den Reisessig, Zucker und Mirin vermengen und aufkochen. So lange rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Kurz ein wenig einkochen lassen.
Die Marinade über das Gemüse geben und die Schale mit einem Deckel oder Frischhaltefolie verschließen. Gut durchschütteln um die Würzung gleichmäßig zu verteilen. Nochmal etwa eine halbe Stunde durchziehen lassen.
Wer möchte kann noch Kocherdnüsse (aus dem Asiamarkt) in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten, grob hacken und darüber streuen. Schmeckt toll!
Sarah (von Sarah’s Cucina Bella) meint, daß man den Salat auch gut ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren kann - man kann also gleich eine größere Menge auf Vorrat machen.
Ich habe - wie auf dem Bild zu sehen - Reis in ein Schälchen gegeben, den Lach mit der Teriyakisauce darauf gebettet und ringsrum den Rettichsalat drappiert. Am besten hat es geschmeckt, als ich den Lachs mit den Stäbchen in kleine Stücke gestampft habe und alles miteinander vermengt habe. Klingt chaotisch, schmeckt köstlich!
Dazu passt ein japanisches Bier oder danach ein Becherchen Sake :-)
Er kann in sämtlichen Varianten genossen werden - frisch, getrocknet, eingelegt, gekocht - und auch seine Sprossen werden gerne verwendet, zum Beispiel um Sushi zu garnieren.
Den eingelegten Daikon (Takuan) kennt man hier wahrscheinlich ebenfalls vom Sushi. Dort findet man ihn in Form von gelben Streifen in so manchem vegetarischen Maki-Röllchen. Der Daikon wird dazu getrocknet und dann in Salz und Reiskleiemus eingelegt. Durch die Gärung wird er etwas weicher und milder und erhält den gelblichen Farbton. In Scheiben geschnitten wird eine kleine Portion Takuan auch oft als Beilage gereicht, da er für seine verdauungsfördernde Wirkung bekannt ist.
Frisch gerieben habe ich ihn schon auf einem Teller knusprig frittiertem Gemüse und Garnelen - Tempura - vorgefunden. Durch die leichte Schärfe erfrischt er angenehm die Zunge und paßt deshalb sehr gut zu dem Fettgebackenen.
Weißen Rettich zu kochen ist bei uns nicht sehr verbreitet - also nicht daß ich wüßte. Aber diesen Sommer habe ich zumindest einen Trend zum kurz angeschmorten Radieschen bemerkt und bin auf so manchem Blog über ein Rezept dafür gestolpert, so zum Beispiel bei Nokedli. Schmeckt sicher leicht und frisch!
Eigentlich darauf kommen tu ich deshalb, weil mir meine Mutter einen halben Radi mitgegeben hat und ich eine Möglichkeit gesucht habe, ihn zu verwerten.
Im Bundesland der Biergärten und natürlich des Bieres ißt man ihn traditionell hauchdünn zu einer Spirale geschnitten (hier ein Bild zur besseren Vorstellung). Wenn man mit der Technik des Einschneidens auf beiden Seiten nicht so vertraut ist, hilft ein spezieller "Radischneider" die Knolle in Form zu bringen. Das Einsalzen und "weinen lassen" (durch das Salz verliert er Wasser) vor dem Verzehr macht ihn etwas weicher und auch besser verdaulich.
Aber immer nur die selbe Zubereitungsart ist ja auf Dauer langweilig. Da habe ich bei "Sahra's cucina bella" ein interessantes Rezept für japanischen Daikonsalat gefunden - der funktioniert auch prima mit Rettich aus Deutschland. Ich habe noch eine Karotte untergemischt und etwas mehr Dressing hergestellt, als im Originalrezept angegeben.
Zu Teriyaki-Lachs mit Reis hat der erfrischende Salat definitiv das gewisse Etwas beigetragen und so hatten wir ein schmackhaftes, bekömmliches Abendessen. Das Rezept für den Lachs findet Ihr hier.

Rettichsalat für 2 Personen als Beilage:
1/2 großer Rettich, mit einem Julienneschneider oder Raspel in dünne Streifen geschnitten
1 Karotte, ebenfalls in Julienne geschnitten
1 TL Salz
3 EL Reisessig
2 TL Zucker
3 TL süßen Reiswein (Mirin)
wer möchte: geröstete Erdnüsse zum drüber streuen
Den Rettich und die Karotte schälen, in Streifen schneiden und in eine Schale geben. Großzügig einsalzen und ca. 30 Minuten "weinen" lassen. Dadurch verliert das Gemüse einiges an Wasser und wird bekömmlicher.
Danach in ein Sieb geben und kurz mit kaltem Wasser abspülen. Abtropfen lassen und zurück in die Schale tun.
In einer kleinen Pfanne den Reisessig, Zucker und Mirin vermengen und aufkochen. So lange rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Kurz ein wenig einkochen lassen.
Die Marinade über das Gemüse geben und die Schale mit einem Deckel oder Frischhaltefolie verschließen. Gut durchschütteln um die Würzung gleichmäßig zu verteilen. Nochmal etwa eine halbe Stunde durchziehen lassen.
Wer möchte kann noch Kocherdnüsse (aus dem Asiamarkt) in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten, grob hacken und darüber streuen. Schmeckt toll!
Sarah (von Sarah’s Cucina Bella) meint, daß man den Salat auch gut ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren kann - man kann also gleich eine größere Menge auf Vorrat machen.
Ich habe - wie auf dem Bild zu sehen - Reis in ein Schälchen gegeben, den Lach mit der Teriyakisauce darauf gebettet und ringsrum den Rettichsalat drappiert. Am besten hat es geschmeckt, als ich den Lachs mit den Stäbchen in kleine Stücke gestampft habe und alles miteinander vermengt habe. Klingt chaotisch, schmeckt köstlich!
Dazu passt ein japanisches Bier oder danach ein Becherchen Sake :-)
Monday, August 2. 2010
Wandelbare Gemüsesuppe á la Yogazentrum
Bei dieser schnellen, leichten aber doch sättigenden Suppe kann man alles nehmen, was man gerade zur Hand hat bzw. worauf man spontan Lust hat.
Man braucht für die Brühe weder Zwiebeln, noch Knoblauch und legt zudem eine sehr tierliebe Mahlzeit ein!

Brühe:
2 Liter Wasser
ca. 2 EL Gemüsebrühepulver (ohne Glutamat!!)
1 gestrichenen TL Korianderpulver
1 gestrichenen TL Garam Masala
1 walnußgroßes Stück Ingwer, geschält und in Scheiben geschnitten
etwas Pfeffer
frische, gehackte Kräuter - Koriander passt super
Ich verfeinere die Brühe gerne noch mit einem kleinen Löffel Zuckerrübensirup (leichte Süße und etwas malzig im Geschmack) - muß aber nicht sein.
Einlagen - je nach Geschmack und Verfügbarkeit:
1 kleine handvoll Haferflocken
1 kleine handvoll rote Linsen (oder andere Hülsenfrüchte - auf Kochzeit achten!)
1 kleine handvoll gekochten oder rohen Reis (gekochten ganz am Schluß dazu geben)
2 mittelgroße Kartoffeln, mundgerecht gewürfelt
1/2 kleine Zucchini oder Gemüse (Art und Menge) nach Wahl, z.B. Karotten, Kürbis, Kohlrabi, Blumenkohl, Rosenkohl - in mundgerechte Stücke geschnitten
Einfach das Wasser mit Gemüsebrühe, Gewürzen und Ingwer aufkochen. Wie viel Pulver man genau braucht, schmeckt man am besten ab. Die Brühe sollte nicht zu fad und nicht zu salzig werden.
Nacheinander die Suppeneinlagen hinein geben. Dabei darauf achten, daß man die Zutaten, die eine längere Kochzeit haben zuerst hinein tut (erst die Hülsenfrüchte und Haferflocken, dann das harte, dann das zarte Gemüse).
Bei der Wahl der Hülsenfrüchte sollte man auch bedenken, dass manche zuvor über Nacht eingeweicht werden müssen, z.B. Kichererbsen. Ich verwende deshalb für die schnelle Variante immer rote Linsen. Die muß man nicht einweichen und sie sind sehr schnell gar.
Am Schluß mit den frischen Kräutern garnieren und genießen!
OM SHANTI... :-)
Man braucht für die Brühe weder Zwiebeln, noch Knoblauch und legt zudem eine sehr tierliebe Mahlzeit ein!

Brühe:
2 Liter Wasser
ca. 2 EL Gemüsebrühepulver (ohne Glutamat!!)
1 gestrichenen TL Korianderpulver
1 gestrichenen TL Garam Masala
1 walnußgroßes Stück Ingwer, geschält und in Scheiben geschnitten
etwas Pfeffer
frische, gehackte Kräuter - Koriander passt super
Ich verfeinere die Brühe gerne noch mit einem kleinen Löffel Zuckerrübensirup (leichte Süße und etwas malzig im Geschmack) - muß aber nicht sein.
Einlagen - je nach Geschmack und Verfügbarkeit:
1 kleine handvoll Haferflocken
1 kleine handvoll rote Linsen (oder andere Hülsenfrüchte - auf Kochzeit achten!)
1 kleine handvoll gekochten oder rohen Reis (gekochten ganz am Schluß dazu geben)
2 mittelgroße Kartoffeln, mundgerecht gewürfelt
1/2 kleine Zucchini oder Gemüse (Art und Menge) nach Wahl, z.B. Karotten, Kürbis, Kohlrabi, Blumenkohl, Rosenkohl - in mundgerechte Stücke geschnitten
Einfach das Wasser mit Gemüsebrühe, Gewürzen und Ingwer aufkochen. Wie viel Pulver man genau braucht, schmeckt man am besten ab. Die Brühe sollte nicht zu fad und nicht zu salzig werden.
Nacheinander die Suppeneinlagen hinein geben. Dabei darauf achten, daß man die Zutaten, die eine längere Kochzeit haben zuerst hinein tut (erst die Hülsenfrüchte und Haferflocken, dann das harte, dann das zarte Gemüse).
Bei der Wahl der Hülsenfrüchte sollte man auch bedenken, dass manche zuvor über Nacht eingeweicht werden müssen, z.B. Kichererbsen. Ich verwende deshalb für die schnelle Variante immer rote Linsen. Die muß man nicht einweichen und sie sind sehr schnell gar.
Am Schluß mit den frischen Kräutern garnieren und genießen!
OM SHANTI... :-)
Thursday, July 22. 2010
Päckchen auspacken mit Midori Tee
Auf dem Japanfest hatte ich ja - wie geschrieben - eine Tasse Genmaicha verkostet:
"Beim Stand von Midori Tee habe ich ein Stamperl Grünen Tee verkostet. Der Tee namens Genmaicha (genmai = brauner Reis, cha = Tee) war mit geröstetem Reis und Matcha-Pulver (Grünteepulver) veredelt und wirklich lecker. Beim letzten Besuch im Nomiya habe ich mich in diese röstaromenreiche Teevariante verliebt. Gut für mich, daß es auf dem Fest einen Gutschein für kostenlosen Versand bei Midori Tee gab. Ich hab am Abend natürlich gleich bestellt..."
Ein paar Tage später kam dann ein Päckchen bei mir an...

...mit 2 Packungen Genmaicha Kojiro (je 5,90 EUR) und zwei wunderschönene Teebechern - an denen bin ich nicht vorbei gekommen. Bei Midori Tee gibt es eine recht große Auswahl an Teeutensilien.

Ich war sehr gespannt, wie der Tee aussieht und im trockenen Zustand riecht - dort ist tatsächlich eine gute Menge Puffreis drin:

Natürlich habe ich mir sofort eine Tasse aufgebrüht und mit einem Stückchen Schokolade genossen! (Das ist mir nach dem Abdrücken des Auslösers postwendend vom Tassenrand weggeschmolzen und in den Tee gefallen - hat gut geschmeckt zusammen! :> )
"Beim Stand von Midori Tee habe ich ein Stamperl Grünen Tee verkostet. Der Tee namens Genmaicha (genmai = brauner Reis, cha = Tee) war mit geröstetem Reis und Matcha-Pulver (Grünteepulver) veredelt und wirklich lecker. Beim letzten Besuch im Nomiya habe ich mich in diese röstaromenreiche Teevariante verliebt. Gut für mich, daß es auf dem Fest einen Gutschein für kostenlosen Versand bei Midori Tee gab. Ich hab am Abend natürlich gleich bestellt..."
Ein paar Tage später kam dann ein Päckchen bei mir an...

...mit 2 Packungen Genmaicha Kojiro (je 5,90 EUR) und zwei wunderschönene Teebechern - an denen bin ich nicht vorbei gekommen. Bei Midori Tee gibt es eine recht große Auswahl an Teeutensilien.

Ich war sehr gespannt, wie der Tee aussieht und im trockenen Zustand riecht - dort ist tatsächlich eine gute Menge Puffreis drin:

Natürlich habe ich mir sofort eine Tasse aufgebrüht und mit einem Stückchen Schokolade genossen! (Das ist mir nach dem Abdrücken des Auslösers postwendend vom Tassenrand weggeschmolzen und in den Tee gefallen - hat gut geschmeckt zusammen! :> )
Wednesday, July 21. 2010
Laab Gai - leichter, frischer Thai-Laotischer Hackfleischsalat
Irgendwann bin ich durch Zufall auf der Suche nach einem thailändischen Rezept auf die Videos von Dim und Cathy's Serie "Thai Food Tonight" gestoßen. Dim und ihre Tochter zeigen dort gut verständlich (vorausgesetzt man versteht die englische Sprache), wie man schnell und einfach leckere, authentische, thailändische Gerichte zaubern kann. Und Dim's Art ist einfach so charmant, daß man sich gleich alle Videos nacheinander ansehen muss. Hier sind sie zu finden: thaifoodtonight.com
Am besten hat mir das Laab-Rezept gefallen, da es sich lecker und leicht anhörte. Ich habe schon die unterschiedlichsten Schreibweisen für dieses Gericht gelesen (Larb, Larp, Laap...). Welche nun stimmt, weiß ich leider nicht, da ich weder Thai noch Laotisch lesen kann. Vielleicht kann es ja jemand aufklären? :-)
Laab ist ein lauwarmer Salat aus gehacktem Fleisch (eigentlich kann jede Fleischsorte verwendet werden, sogar Fisch) mit vielen frischen Kräutern. Serviert wird es in der Regel mit rohem Gemüse wie z.B. Kohlblätter und grüne Bohnen. Ich habe auch Kirschtomaten und Karottenstifte dazu gereicht - passt wunderbar. Ursprünglich kommt Laab aus Laos, ist aber nach Thailand übergeschwappt und auch dort vielerorts erhältlich - vor allem im Nordosten.
Serviert wird Laab in der Regel mit "Sticky Rice", einer kurzkörnigen Reisart, die einen sehr hohen Stärkeanteil hat. Er klebt beim Kochen komplett zusammen, deshalb auch "Glutinous Rice" genannt. Normalerweise muß man Klebreis relativ lange einweichen und dann wird er gedämpft, nicht gekocht. Aber ich habe bei about.com:thaifood ein Rezept gefunden, wie man Sticky Rice schnell und einfach mit nur kurzer Einweichzeit im Reiskocher herstellen kann - mit einem super Resultat. Also einfach Reis eine halbe Stunde in Wasser einweichen (siehe Rezept unten), bevor man mit der Zubereitung des Laab beginnt. Er braucht dann noch ca. 25 Minuten im Reiskocher - bis dahin ist auch der Hackfleischsalat fertig!

In unseren Breiten mutet es recht exotisch an, Kohl und Bohnen roh zu essen - vom Krautsalat abgesehen, aber sogar der zieht ja zuvor einige Zeit lang in Essig. Aber es passt super dazu und schmeckt zudem schön frisch und knackig!
Leider ist es in Deutschland scheinbar nicht sehr üblich, Hühnerhack zu verwenden. Wir haben beim Metzger gefragt und wurden aufgeklärt, daß die meisten nur einen Fleischwolf haben und man rotes Fleisch nicht mit Geflügel im selben Gerät verarbeiten darf. Deshalb ist es oft nicht erhältlich und wenn, nur fertig abgepackt. Aber meine Küchenmaschine hat glücklicherweise einen Fleischwolf-Aufsatz. Den habe ich noch nie verwendet - dann wird's doch mal Zeit! Sollte man solche Gerätschaften nicht besitzen und keine Lust haben, mit dem Messer zu hacken, kann man auch einfach eine andere Hackfleischart verwenden.
Laab für 3 Personen:
3 Hühnchenbrustfilets - durch den Fleischwolf gedreht (es geht auch Rinder- oder Schweinehack)
1 handvoll frische Thaibasilikumblätter, abgezupft
1 handvoll frische Korianderblätter, abgezupft
4 Frühlingszwiebeln, weißen und grünen Teil in Ringe geschnitten
Saft von 2 Limetten
4 TL oder mehr Fischsauce zum Abschmecken
etwas Öl
Das Originalrezept sieht 1 kleine handvoll Minzblätter und Laotische Petersilie ("Lao Parsley") vor - die hatte ich nicht. Ich habe stattdessen 1 handvoll klein geschnittenen chinesischen Sellerie mit untergemischt (Vorsicht, ist sehr intensiv im Geschmack!)
Zudem wird noch 1/4 rote Zwiebel verwendet, die habe ich auch raus gelassen.
Würzpulver:
Von beiden Pulvern stellt man mit diesen Mengen gleich einen kleinen Vorrat her, den man super auch in anderen Gerichten verwenden kann. Aber eine handvoll Reis oder Chilis zu rösten lohnt sich natürlich mehr, als nur ein paar Körner. Und auch der Mixer greift erst bei einer gewissen Menge. Zum Würzen benötigt man bei diesem Gericht letztendlich nur wenige Löffel:
1 handvoll getrocknete, rote Chilies
1 handvoll Reis
1 handvoll Reis in einem Wok oder einer Pfanne rösten, bis er braun wird. Ständiges Rühren ist nötig, daß er gleichmäßig Farbe bekommt und nicht anbrennt.
Wenn er schön braun ist, in einem Mixer zu einem grobkörnigen Pulver mahlen und in einem Schälchen zur Seite stellen.

Eine handvoll getrocknete Chilischoten ebenfalls im Wok anbräunen. Die werden teilweise richtig schwarz, aber das ist in Ordnung. Auch die Chilis im Mixer zu nicht allzu feinen Flocken mahlen.

Die Kräuter waschen und vom Stiel zupfen.
Fleisch durch den Fleischwolf drehen, mit dem Messer fein hacken oder gekauftes Hackfleisch verwenden.

In den heißen Wok 1 1/2 kleine Kaffeetasse voll Wasser geben und aufkochen lassen. Wenn es brodelt, das Hackfleisch dazu geben und gar kochen. Herd ausschalten.
3 TL (oder Menge nach Geschmack) geröstetes Reispulver und 1 TL (oder Menge nach Geschmack) Chiliflocken drüber streuen, mit Fischsauce und Limettensaft würzen und alles gut mit dem Fleisch vermengen. Ich habe etwas mehr Reis- und Chilipulver genommen, um den gewünschten Geschmack zu erzielen. Da kann jeder abschmecken, wie er möchte - der gewünschte Geschmack ist vom Rezept her schön intensiv frisch, sauer salzig. Bei der Schärfe sollte man einfach so dosieren, wie man es verträgt und gerne mag.
Die Frühlingszwiebeln und Zwiebeln dazumischen und am Ende die frischen Kräuter unterheben. Davor vielleicht ganz grob hacken.
Ich finde, Hühnerhackfleisch kann des Geschmacks wegen ruhig noch einen Spritzer Öl vertragen :-) Muß aber nicht.
Mit frischem, rohem Gemüse, z.B. Kohlblätter, grüne Bohnen, Karotten, Kirschtomaten, und Sticky Rice servieren.
Schnelle Klebreis-Variante aus dem Reiskocher:
2 Reiskocher-Becher (die mitgelieferten) Thai-Klebreis aus dem Asiamarkt
2 1/2 Reiskocher-Becher Wasser
1/2 TL Salz
2 Becher Reis in den Reiskocher geben. Mit 2 1/2 Bechern Wasser auffüllen. Mindestens 30 Minuten (maximal 4 Stunden) einweichen lassen.
Das Salz einrühren und den Reiskocher anschalten für ca. 20 Minuten (ich hab einfach den Quick-Cook-Modus verwendet).
Wenn man nicht alles als Beilage verbraucht, kann man ihn auch prima kalt als Snack essen!
Am besten hat mir das Laab-Rezept gefallen, da es sich lecker und leicht anhörte. Ich habe schon die unterschiedlichsten Schreibweisen für dieses Gericht gelesen (Larb, Larp, Laap...). Welche nun stimmt, weiß ich leider nicht, da ich weder Thai noch Laotisch lesen kann. Vielleicht kann es ja jemand aufklären? :-)
Laab ist ein lauwarmer Salat aus gehacktem Fleisch (eigentlich kann jede Fleischsorte verwendet werden, sogar Fisch) mit vielen frischen Kräutern. Serviert wird es in der Regel mit rohem Gemüse wie z.B. Kohlblätter und grüne Bohnen. Ich habe auch Kirschtomaten und Karottenstifte dazu gereicht - passt wunderbar. Ursprünglich kommt Laab aus Laos, ist aber nach Thailand übergeschwappt und auch dort vielerorts erhältlich - vor allem im Nordosten.
Serviert wird Laab in der Regel mit "Sticky Rice", einer kurzkörnigen Reisart, die einen sehr hohen Stärkeanteil hat. Er klebt beim Kochen komplett zusammen, deshalb auch "Glutinous Rice" genannt. Normalerweise muß man Klebreis relativ lange einweichen und dann wird er gedämpft, nicht gekocht. Aber ich habe bei about.com:thaifood ein Rezept gefunden, wie man Sticky Rice schnell und einfach mit nur kurzer Einweichzeit im Reiskocher herstellen kann - mit einem super Resultat. Also einfach Reis eine halbe Stunde in Wasser einweichen (siehe Rezept unten), bevor man mit der Zubereitung des Laab beginnt. Er braucht dann noch ca. 25 Minuten im Reiskocher - bis dahin ist auch der Hackfleischsalat fertig!

In unseren Breiten mutet es recht exotisch an, Kohl und Bohnen roh zu essen - vom Krautsalat abgesehen, aber sogar der zieht ja zuvor einige Zeit lang in Essig. Aber es passt super dazu und schmeckt zudem schön frisch und knackig!
Leider ist es in Deutschland scheinbar nicht sehr üblich, Hühnerhack zu verwenden. Wir haben beim Metzger gefragt und wurden aufgeklärt, daß die meisten nur einen Fleischwolf haben und man rotes Fleisch nicht mit Geflügel im selben Gerät verarbeiten darf. Deshalb ist es oft nicht erhältlich und wenn, nur fertig abgepackt. Aber meine Küchenmaschine hat glücklicherweise einen Fleischwolf-Aufsatz. Den habe ich noch nie verwendet - dann wird's doch mal Zeit! Sollte man solche Gerätschaften nicht besitzen und keine Lust haben, mit dem Messer zu hacken, kann man auch einfach eine andere Hackfleischart verwenden.
Laab für 3 Personen:
3 Hühnchenbrustfilets - durch den Fleischwolf gedreht (es geht auch Rinder- oder Schweinehack)
1 handvoll frische Thaibasilikumblätter, abgezupft
1 handvoll frische Korianderblätter, abgezupft
4 Frühlingszwiebeln, weißen und grünen Teil in Ringe geschnitten
Saft von 2 Limetten
4 TL oder mehr Fischsauce zum Abschmecken
etwas Öl
Das Originalrezept sieht 1 kleine handvoll Minzblätter und Laotische Petersilie ("Lao Parsley") vor - die hatte ich nicht. Ich habe stattdessen 1 handvoll klein geschnittenen chinesischen Sellerie mit untergemischt (Vorsicht, ist sehr intensiv im Geschmack!)
Zudem wird noch 1/4 rote Zwiebel verwendet, die habe ich auch raus gelassen.
Würzpulver:
Von beiden Pulvern stellt man mit diesen Mengen gleich einen kleinen Vorrat her, den man super auch in anderen Gerichten verwenden kann. Aber eine handvoll Reis oder Chilis zu rösten lohnt sich natürlich mehr, als nur ein paar Körner. Und auch der Mixer greift erst bei einer gewissen Menge. Zum Würzen benötigt man bei diesem Gericht letztendlich nur wenige Löffel:
1 handvoll getrocknete, rote Chilies
1 handvoll Reis
1 handvoll Reis in einem Wok oder einer Pfanne rösten, bis er braun wird. Ständiges Rühren ist nötig, daß er gleichmäßig Farbe bekommt und nicht anbrennt.
Wenn er schön braun ist, in einem Mixer zu einem grobkörnigen Pulver mahlen und in einem Schälchen zur Seite stellen.

Eine handvoll getrocknete Chilischoten ebenfalls im Wok anbräunen. Die werden teilweise richtig schwarz, aber das ist in Ordnung. Auch die Chilis im Mixer zu nicht allzu feinen Flocken mahlen.

Die Kräuter waschen und vom Stiel zupfen.
Fleisch durch den Fleischwolf drehen, mit dem Messer fein hacken oder gekauftes Hackfleisch verwenden.

In den heißen Wok 1 1/2 kleine Kaffeetasse voll Wasser geben und aufkochen lassen. Wenn es brodelt, das Hackfleisch dazu geben und gar kochen. Herd ausschalten.
3 TL (oder Menge nach Geschmack) geröstetes Reispulver und 1 TL (oder Menge nach Geschmack) Chiliflocken drüber streuen, mit Fischsauce und Limettensaft würzen und alles gut mit dem Fleisch vermengen. Ich habe etwas mehr Reis- und Chilipulver genommen, um den gewünschten Geschmack zu erzielen. Da kann jeder abschmecken, wie er möchte - der gewünschte Geschmack ist vom Rezept her schön intensiv frisch, sauer salzig. Bei der Schärfe sollte man einfach so dosieren, wie man es verträgt und gerne mag.
Die Frühlingszwiebeln und Zwiebeln dazumischen und am Ende die frischen Kräuter unterheben. Davor vielleicht ganz grob hacken.
Ich finde, Hühnerhackfleisch kann des Geschmacks wegen ruhig noch einen Spritzer Öl vertragen :-) Muß aber nicht.
Mit frischem, rohem Gemüse, z.B. Kohlblätter, grüne Bohnen, Karotten, Kirschtomaten, und Sticky Rice servieren.
Schnelle Klebreis-Variante aus dem Reiskocher:
2 Reiskocher-Becher (die mitgelieferten) Thai-Klebreis aus dem Asiamarkt
2 1/2 Reiskocher-Becher Wasser
1/2 TL Salz
2 Becher Reis in den Reiskocher geben. Mit 2 1/2 Bechern Wasser auffüllen. Mindestens 30 Minuten (maximal 4 Stunden) einweichen lassen.
Das Salz einrühren und den Reiskocher anschalten für ca. 20 Minuten (ich hab einfach den Quick-Cook-Modus verwendet).
Wenn man nicht alles als Beilage verbraucht, kann man ihn auch prima kalt als Snack essen!
Tuesday, July 20. 2010
Alle Wochenendaktivitäten in einen Tag packen...
Das haben wir am Sonntag geschafft. Am Samstag mußte ich arbeiten, also wollten wir den Sonntag richtig ausnutzen, obwohl das Wetter nicht so schön und warm war. Aber der Hunger hat uns raus getrieben - und das sogar (für unsere Verhältnisse) relativ früh!
Der erste Weg war mit dem Fahrrad an der Isar entlang zum Japanfest. Das findet ein Mal im Jahr im Englischen Garten statt (in der Nähe der Surfwelle beim Haus der Kunst und dem Teehaus) und ich freu mich jedes Mal wieder drauf. Kaum waren wir dort angekommen, kam tatsächlich die Sonne raus.

Und in die selbige setzten wir uns nach einigem Warten in der Schlange - bestückt mit:
- einer Bentobox - das ist eine japanische "Brotzeit"-Box - in diesem Fall mit California- und Thunfischsalat-Makis; Tamagoyaki - japanisches, gerolltes Omelette; gebratenem Huhn; Gyoza - auf einer Seite knusprig angebratene, gefüllte Teigtaschen; Wantan; Mini-Frühlingsrollen
- zwei Onigiri - mit einem Algenblatt umwickeltes Reisbällchen, eins mit gekochtem Lachs und eins mit Umeboshi (salzig eingelegte, saure Frucht, die bei uns oft als Pflaume bezeichnet wird, aber wohl eigentlich eher zu der Art der Aprikosen gehört) gefüllt
- 9 gedämpften Teigbällchen mit Oktopus gefüllt
- 1 leider nicht japanisches Bier
- 1 Ramune - japanische Brause/Limonade mit nicht definierbarem, lustigem Geschmack
- 2 mit süßer, roter Bohnenpaste gefüllte Sesambällchen und 1 mit süßer, roter Bohnenpaste gefüllte Waffel

Lecker! Da spannt die Bauchdecke! :-) Ein bißchen Bewegung mußte her... beim Spaziergang über das Fest mit all seinen Buden und Vorführungen.
Beim Stand von Midori Tee habe ich ein Stamperl Grünen Tee verkostet. Der Tee namens Genmaicha (genmai = brauner Reis, cha = Tee) war mit geröstetem Reis und Matcha-Pulver (Grünteepulver) veredelt und wirklich lecker. Beim letzten Besuch im Nomiya habe ich mich in diese röstaromenreiche Teevariante verliebt. Gut für mich, daß es auf dem Fest einen Gutschein für kostenlosen Versand bei Midori Tee gab. Ich hab am Abend natürlich gleich bestellt...
Danach durften wir uns beim nächsten Stand einen Zettel mit einem japanischen Orakel ziehen. Wenn das Vorhergesagte gut ist, kann man den Zettel behalten. Wenn es nicht so gut ist, soll man den Zettel an eine Leine knoten und die schlechte Weissagung damit loswerden. Ich hatte Schwein:

Nur das mit dem "gemäßigt" Leben muß ich glaub ich noch üben... Aus einer Schüttelbox konnte man sich noch seine Glücksfarbe herausschütteln. Das Stäbchen, das nach meiner Schüttelei aus dem kleinen Loch kam war Gelb. Naja, Gelb ist schließlich fast Orange, gell ;-)
Beim Teehaus wurden schon Karten für die Teezeremonie verteilt. Leider waren wir auch diesmal etwas spät dran. Irgendwann schaffen wir es nochmal, da bin ich zuversichtlich, denn interessieren würde es mich schon sehr. Am See vor dem Teehaus war modernes Ikebana (japanische Floristikkunst) ausgestellt. Einige Arrangements hatten - denke ich - das Thema Umweltbedrohung:

Das Teehaus ist übrigens mein absolutes Traumhaus. So wunderschön, voll Ruhe und Idylle - und das mitten in München. Dort wohnen und jemanden, der mir jeden morgen meine Bento Box lecker füllt - das wär was...
Als wir ein wenig herumgeschlendert waren und uns alles angesehen hatten, wollten wir weiter. Kultur muß sein, deshalb haben wir uns das neu gebaute Museum Brandhorst angesehen. Von außen sieht das Gebäude schon recht lustig aus - und vor allem Bunt. Innen geht es ähnlich zu...

Mit vielem konnte ich nicht so wahnsinnig viel anfangen - das war mir dann doch zu abstrakt. Aber die Werke von Sigmar Polke haben mir richtig gut gefallen. Und natürlich Warhol!
Nach so viel Bunt und Herumlauferei brauchten wir ein Päuschen mit einem in Erdtönen gehaltenen Dessert - Tartufo Eisbecher und Kaffee im Adria (Türkenstraße 59, München). Da wurden bei meinem Schatz Kindheitserinnerungen wach, denn das Cafe gibt es wohl schon seeehr sehr lange. Bei mir wurden nach dem Tartufo dazu noch Erinnerungen wach, daß wir vorhin schon so viel gegessen hatten *platz*.

Ich hatte fast noch Lust, zum Tollwood zu radeln, aber der lange Weg zurück nach Hause hat uns dann doch davon abgehalten. Stattdessen sind wir über die Leopoldstraße und den Odeonsplatz, durch die Innenstadt in Richtung Marienplatz gefahren. Auf dem Odeonsplatz war gerade die Probe für "Klassik am Odeonsplatz", das am Abend stattfinden sollte - ein Open-Air Klassik-Konzert. Es sind schon sehr viele herausgeputzte Leute dort hin geströmt, als wir durch fuhren.

Am Marienplatz ist uns eingefallen, daß ja Christopher Street Day ist bzw. war! Dort war eine große Bühne und einige Grill- und Getränkestände aufgebaut und scheinbar gerade die Prämierung des Gewinners des High Heel-Rennens zugange. Bei so viel gut gelauntem Partyvolk haben wir uns noch auf einen Absacker dazugesellt.

Das war ein schöner Sonntag :-)
Der erste Weg war mit dem Fahrrad an der Isar entlang zum Japanfest. Das findet ein Mal im Jahr im Englischen Garten statt (in der Nähe der Surfwelle beim Haus der Kunst und dem Teehaus) und ich freu mich jedes Mal wieder drauf. Kaum waren wir dort angekommen, kam tatsächlich die Sonne raus.

Und in die selbige setzten wir uns nach einigem Warten in der Schlange - bestückt mit:
- einer Bentobox - das ist eine japanische "Brotzeit"-Box - in diesem Fall mit California- und Thunfischsalat-Makis; Tamagoyaki - japanisches, gerolltes Omelette; gebratenem Huhn; Gyoza - auf einer Seite knusprig angebratene, gefüllte Teigtaschen; Wantan; Mini-Frühlingsrollen
- zwei Onigiri - mit einem Algenblatt umwickeltes Reisbällchen, eins mit gekochtem Lachs und eins mit Umeboshi (salzig eingelegte, saure Frucht, die bei uns oft als Pflaume bezeichnet wird, aber wohl eigentlich eher zu der Art der Aprikosen gehört) gefüllt
- 9 gedämpften Teigbällchen mit Oktopus gefüllt
- 1 leider nicht japanisches Bier
- 1 Ramune - japanische Brause/Limonade mit nicht definierbarem, lustigem Geschmack
- 2 mit süßer, roter Bohnenpaste gefüllte Sesambällchen und 1 mit süßer, roter Bohnenpaste gefüllte Waffel

Lecker! Da spannt die Bauchdecke! :-) Ein bißchen Bewegung mußte her... beim Spaziergang über das Fest mit all seinen Buden und Vorführungen.
Beim Stand von Midori Tee habe ich ein Stamperl Grünen Tee verkostet. Der Tee namens Genmaicha (genmai = brauner Reis, cha = Tee) war mit geröstetem Reis und Matcha-Pulver (Grünteepulver) veredelt und wirklich lecker. Beim letzten Besuch im Nomiya habe ich mich in diese röstaromenreiche Teevariante verliebt. Gut für mich, daß es auf dem Fest einen Gutschein für kostenlosen Versand bei Midori Tee gab. Ich hab am Abend natürlich gleich bestellt...
Danach durften wir uns beim nächsten Stand einen Zettel mit einem japanischen Orakel ziehen. Wenn das Vorhergesagte gut ist, kann man den Zettel behalten. Wenn es nicht so gut ist, soll man den Zettel an eine Leine knoten und die schlechte Weissagung damit loswerden. Ich hatte Schwein:

Nur das mit dem "gemäßigt" Leben muß ich glaub ich noch üben... Aus einer Schüttelbox konnte man sich noch seine Glücksfarbe herausschütteln. Das Stäbchen, das nach meiner Schüttelei aus dem kleinen Loch kam war Gelb. Naja, Gelb ist schließlich fast Orange, gell ;-)
Beim Teehaus wurden schon Karten für die Teezeremonie verteilt. Leider waren wir auch diesmal etwas spät dran. Irgendwann schaffen wir es nochmal, da bin ich zuversichtlich, denn interessieren würde es mich schon sehr. Am See vor dem Teehaus war modernes Ikebana (japanische Floristikkunst) ausgestellt. Einige Arrangements hatten - denke ich - das Thema Umweltbedrohung:

Das Teehaus ist übrigens mein absolutes Traumhaus. So wunderschön, voll Ruhe und Idylle - und das mitten in München. Dort wohnen und jemanden, der mir jeden morgen meine Bento Box lecker füllt - das wär was...
Als wir ein wenig herumgeschlendert waren und uns alles angesehen hatten, wollten wir weiter. Kultur muß sein, deshalb haben wir uns das neu gebaute Museum Brandhorst angesehen. Von außen sieht das Gebäude schon recht lustig aus - und vor allem Bunt. Innen geht es ähnlich zu...

Mit vielem konnte ich nicht so wahnsinnig viel anfangen - das war mir dann doch zu abstrakt. Aber die Werke von Sigmar Polke haben mir richtig gut gefallen. Und natürlich Warhol!
Nach so viel Bunt und Herumlauferei brauchten wir ein Päuschen mit einem in Erdtönen gehaltenen Dessert - Tartufo Eisbecher und Kaffee im Adria (Türkenstraße 59, München). Da wurden bei meinem Schatz Kindheitserinnerungen wach, denn das Cafe gibt es wohl schon seeehr sehr lange. Bei mir wurden nach dem Tartufo dazu noch Erinnerungen wach, daß wir vorhin schon so viel gegessen hatten *platz*.

Ich hatte fast noch Lust, zum Tollwood zu radeln, aber der lange Weg zurück nach Hause hat uns dann doch davon abgehalten. Stattdessen sind wir über die Leopoldstraße und den Odeonsplatz, durch die Innenstadt in Richtung Marienplatz gefahren. Auf dem Odeonsplatz war gerade die Probe für "Klassik am Odeonsplatz", das am Abend stattfinden sollte - ein Open-Air Klassik-Konzert. Es sind schon sehr viele herausgeputzte Leute dort hin geströmt, als wir durch fuhren.

Am Marienplatz ist uns eingefallen, daß ja Christopher Street Day ist bzw. war! Dort war eine große Bühne und einige Grill- und Getränkestände aufgebaut und scheinbar gerade die Prämierung des Gewinners des High Heel-Rennens zugange. Bei so viel gut gelauntem Partyvolk haben wir uns noch auf einen Absacker dazugesellt.

Das war ein schöner Sonntag :-)


Kommentare