Hoher Besuch!


Dienstag, 17. August 2010

Mein lieber Schwager hat uns ganz spontan ein paar Tage im kalten Deutschland beehrt. Das ist natürlich ein Grund, richtig deftig aufzukochen und bis tief in die Nacht zu feiern.

Ich war lange am überlegen, was ich für ein Gericht machen könnte. Schweinebraten fiel schon einmal aus, da wir den einen Tag später im Airbräu bekommen sollten. Deshalb habe ich mich für Gulasch (Rezept hier) entschieden. Das ist zwar nicht bayrisch, aber man kann es gut vorbereiten und es hat nichts mit Asien zu tun - asiatisch bekommt er schließlich jeden Tag!



Als Beilage gab es einen großen gemischten Salat, eine Schale Apfel-Fenchel-Salat mit Thymian (Rezept hier) und frisches Baguette.


Aber widmen wir uns erstmal dem wichtigsten - dem Dessert!
Eine Bayrisch Creme (Rezept hier) kann man auch sehr gut schon einen Tag früher machen, denn wenn sie über Nacht im Kühlschrank ist, hat sie genug Zeit, fest zu werden. Den Fruchtspiegel trägt man dann einfach ein Stündchen bevor die Gäste kommen auf. Sehr stressfrei also... und sehr lecker!




Als Vorspeise wollte ich etwas Leichtes servieren, wenn es danach schon 1,5kg Fleisch und Sahnecreme gibt. Bei "I Just Love My Apron" bin ich auf die perfekte Inspiration gestoßen - aromatische Honigmelone in Parmaschinken gewickelt mit einem Dressing aus Zitrone, Chili und Olivenöl (Rezept hier).



Schön war's!

Gulasch á la Mama


Dienstag, 17. August 2010

Mein lieber Schwager hat uns ganz spontan ein paar Tage im kalten Deutschland beehrt. Das ist natürlich ein Grund, richtig deftig aufzukochen und bis tief in die Nacht zu feiern. Und hier ist das › › Menü.

Ich war lange am überlegen, was ich für ein Hauptgericht machen könnte und hab mich dann für Gulasch entschieden. Das ist zwar nicht bayrisch, aber man kann es gut vorbereiten und es hat nichts mit Asien zu tun - asiatisch bekommt er schließlich jeden Tag!




Für 5-6 Personen:
1,5 kg Rindfleischwürfel für Gulasch
1 kg Zwiebeln, klein gewürfelt
1 TL Kümmelsamen
ca. 5 EL Paprikapulver edelsüß
ca. 3 EL Paprikapulver rosenscharf
ca. 3 EL getrockneter Mayoran
3 Knoblauchzehen, klein gewürfelt
4 EL Tomatenmark
etwas Fleischbrühe zum Aufgießen
Salz, Pfeffer
Butterschmalz zum Anbraten

Wenn man nach dem Zwiebeln schälen und schneiden noch was sehen kann, erhitzt man etwas Butterschmalz in einem sehr großen Topf. Wenn das Fett heiß ist, ein Drittel oder die Hälfte (je nach Topfgröße) der Zwiebeln darin anschwitzen - nicht anbräunen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, herausnehmen und den Rest der Zwiebeln genauso anschwitzen. Beim letzten Schwung kann man auch den Knoblauch dazu geben und mitbraten. Alle Zwiebeln (+Knoblauch) zusammen in eine Schüssel geben.

Wieder Fett im Topf erhitzen und ein Drittel der Fleischwürfel kurz von allen Seiten scharf anbraten, dann in eine Schale geben. Mit dem restlichen Fleisch in mehreren Durchgängen genauso verfahren.
Würde man sofort alles in einen Topf geben, wäre ein scharfes Anbraten nicht mehr möglich, weil der Großteil des Fleisches keine Auflagefläche auf dem Topfboden hätte und zu viel Flüssigkeit austreten würde. Deshalb lieber mehrere kleine Portionen gesondert braten, sonst wird es eine wässrige Angelegenheit.

Wenn Zwiebeln, Knoblauch und das ganze Fleisch angebraten sind, kann man alles zusammen zurück in den Topf geben. Die Hitze auf eine niedrige Stufe herunterdrehen. Nun einfach alle Gewürze und das Tomatenmark untermengen und ganz langsam für ca. 2 - 2,5 Stunden mit Deckel vor sich hin köcheln lassen. Dabei immer mal wieder durchrühren.

Wenn die Sauce ein wenig zu trocken wird, zwischendurch immer wieder mit einem Schluck Fleischbrühe aufgießen. Zwischendurch abschmecken und ggf. mit den vorhandenen Gewürzen nachwürzen.

Das Gulasch bekommt erst seine typische Farbe, wenn die Zwiebeln komplett eingekocht, zerfallen und zu einer dickflüssigen Sauce geworden sind. Dann sollte auch das Fleisch butterzart sein. Also nur Geduld :-)
Mein lieber Schwager hat uns ganz spontan ein paar Tage im kalten Deutschland beehrt. Das ist natürlich ein Grund, richtig deftig aufzukochen und bis tief in die Nacht zu feiern. Und hier ist das › › Menü.

Als Vorspeise wollte ich etwas Leichtes servieren, wenn es danach schon 1,5kg Fleisch und Sahnecreme gibt. Bei "I Just Love My Apron" bin ich auf die perfekte Inspiration gestoßen - aromatische Honigmelone in Parmaschinken gewickelt mit einem Dressing aus Zitrone, Chili und Olivenöl. - leicht und unheimlich lecker!



Für 4 Personen:
Man sollte ungefähr 3-4 Spieße pro Person einrechnen.

1/2 - 3/4 Honigmelone (je nach Größe)
2 Lagen Parmaschinken (ca. 16 Scheiben)

Die Melone in mundgerechte Stücke schneiden - ein bißchen weniger als die Breite vom Schinken. Also nicht zu klein, sonst hat man zu viel Schinken und zu wenig Inhalt.

Die Melonenstücke mit dem Schinken umwickeln und mit einem Zahnstocher oder Cocktailspieß feststecken.

Für das Dressing:
Saft von 1 Zitrone
2 kleine, getrocknete, rote Thaichili-Schoten
einen Spritzer Olivenöl
reichlich frische Basilikum- oder Minzeblätter

Alles miteinander verrühren und abschmecken.
Die Spieße auf einer Platte anrichten und das Dressing darüber träufeln.

Bayrisch Creme mit frischem Himbeerspiegel


Dienstag, 17. August 2010

Mein lieber Schwager hat uns ganz spontan ein paar Tage im kalten Deutschland beehrt. Das ist natürlich ein Grund, richtig deftig aufzukochen und bis tief in die Nacht zu feiern. Und hier ist das › › Menü.

Die Nachspeise sollte eine Bayrisch Creme werden. Die kann man sehr gut schon einen Tag früher machen, denn wenn sie über Nacht im Kühlschrank ist, hat sie genug Zeit, fest zu werden. Den Fruchtspiegel trägt man dann einfach ein Stündchen bevor die Gäste kommen auf. Sehr stressfrei also... und sehr lecker!



Für 4 Portionen:
2 Blatt Gelatine
3 Eigelb
50 g Puderzucker
Mark von 2 Vanilleschoten (als Ersatz geht zur Not auch Vanillezucker)
300 g Sahne
1 EL Kirschwasser

Gelatine in einem Schüsselchen kaltem Wasser einweichen.

Die Eigelbe mit dem Puderzucker und dem herausgekratzen Vanillemark in einer Rührschüssel zu einer hellen, dickschaumigen Masse schlagen. Sahne steif schlagen.

Das Kirschwasser (oder Himbeergeist) in einem kleinen Topf erwärmen und vom Herd nehmen. Die Gelatineblätter gut ausdrücken, im Alkohol auflösen und langsam unter die Eigelbmasse rühren.

Ein Drittel der Sahne mit dem Schneebesen unterrühren, die restliche Sahne mit dem Teigschaber unterheben. Die Creme in Portionsschälchen, -formen oder eine große Glasschale füllen und im Kühlschrank mindestens 1-2 Stunden fest werden lassen.





Variante 1: Frische Früchte
Zum Anrichten die Förmchen kurz in heißes Wasser tauchen und die Bayerische Creme auf einen Dessertteller stürzen und mit Früchten garnieren.

Variante 2: Der Himbeerspiegel
Dazu 1 bis 1,5 Schälchen Himbeeren mit 2 EL Himbeergeist in einem Topf erhitzen und mit einer Gabel zu einem Mus zerdrücken. Wenn sich die Kerne vom Fruchtfleisch lösen, die Masse mit einem Schöpflöffel durch ein Sieb passieren, um die Kerne zu entfernen. Das Himbeermark nach Bedarf mit Puderzucker süßen.

Um die Sauce ein wenig anzudicken, 3 EL Himbeermark und 1 TL Speisestärke in einer Schale klümpchenfrei verrühren. Diese Masse dann zurück in den Topf geben und mit der restlichen Sauce gut vermischen.

Je etwas abekühlte Himbeersauce in die Mitte der Schälchen geben und durch Schwenken gleichmäßig verteilen. Mit frischen Himbeeren garnieren.

Variante 3: Marmeladen-Spiegel
Hagebutten-Marmelade oder Himbeer-Gelee mit einem kleinen Schuss Likör oder Schnaps glattrühren und über die Creme geben.

Tipp:
Wenn man frische Früchte oder TK-Beeren unter die Creme mischen möchte, sollte man 3 Blatt Gelatine nehmen, daß sie auch fest wird.

Daikon vs. bayrischer Radi


Sonntag, 8. August 2010

Daikon ist eine in Ostasien verbreitete Zuchtform des Gartenrettich. Er hat mit dem bei uns in Bayern bekannten "Radi" also viel gemeinsam und gehört zur selben Pflanzenart (Raphanus sativus).

Er kann in sämtlichen Varianten genossen werden - frisch, getrocknet, eingelegt, gekocht - und auch seine Sprossen werden gerne verwendet, zum Beispiel um Sushi zu garnieren.

Den eingelegten Daikon (Takuan) kennt man hier wahrscheinlich ebenfalls vom Sushi. Dort findet man ihn in Form von gelben Streifen in so manchem vegetarischen Maki-Röllchen. Der Daikon wird dazu getrocknet und dann in Salz und Reiskleiemus eingelegt. Durch die Gärung wird er etwas weicher und milder und erhält den gelblichen Farbton. In Scheiben geschnitten wird eine kleine Portion Takuan auch oft als Beilage gereicht, da er für seine verdauungsfördernde Wirkung bekannt ist.

Frisch gerieben habe ich ihn schon auf einem Teller knusprig frittiertem Gemüse und Garnelen - Tempura - vorgefunden. Durch die leichte Schärfe erfrischt er angenehm die Zunge und paßt deshalb sehr gut zu dem Fettgebackenen.

Weißen Rettich zu kochen ist bei uns nicht sehr verbreitet - also nicht daß ich wüßte. Aber diesen Sommer habe ich zumindest einen Trend zum kurz angeschmorten Radieschen bemerkt und bin auf so manchem Blog über ein Rezept dafür gestolpert, so zum Beispiel bei Nokedli. Schmeckt sicher leicht und frisch!


Eigentlich darauf kommen tu ich deshalb, weil mir meine Mutter einen halben Radi mitgegeben hat und ich eine Möglichkeit gesucht habe, ihn zu verwerten.

Im Bundesland der Biergärten und natürlich des Bieres ißt man ihn traditionell hauchdünn zu einer Spirale geschnitten (hier ein Bild zur besseren Vorstellung). Wenn man mit der Technik des Einschneidens auf beiden Seiten nicht so vertraut ist, hilft ein spezieller "Radischneider" die Knolle in Form zu bringen. Das Einsalzen und "weinen lassen" (durch das Salz verliert er Wasser) vor dem Verzehr macht ihn etwas weicher und auch besser verdaulich.

Aber immer nur die selbe Zubereitungsart ist ja auf Dauer langweilig. Da habe ich bei "Sahra's cucina bella" ein interessantes Rezept für japanischen Daikonsalat gefunden - der funktioniert auch prima mit Rettich aus Deutschland. Ich habe noch eine Karotte untergemischt und etwas mehr Dressing hergestellt, als im Originalrezept angegeben.

Zu Teriyaki-Lachs mit Reis hat der erfrischende Salat definitiv das gewisse Etwas beigetragen und so hatten wir ein schmackhaftes, bekömmliches Abendessen. Das Rezept für den Lachs findet Ihr hier.



Rettichsalat für 2 Personen als Beilage:
1/2 großer Rettich, mit einem Julienneschneider oder Raspel in dünne Streifen geschnitten
1 Karotte, ebenfalls in Julienne geschnitten
1 TL Salz
3 EL Reisessig
2 TL Zucker
3 TL süßen Reiswein (Mirin)
wer möchte: geröstete Erdnüsse zum drüber streuen

Den Rettich und die Karotte schälen, in Streifen schneiden und in eine Schale geben. Großzügig einsalzen und ca. 30 Minuten "weinen" lassen. Dadurch verliert das Gemüse einiges an Wasser und wird bekömmlicher.

Danach in ein Sieb geben und kurz mit kaltem Wasser abspülen. Abtropfen lassen und zurück in die Schale tun.

In einer kleinen Pfanne den Reisessig, Zucker und Mirin vermengen und aufkochen. So lange rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Kurz ein wenig einkochen lassen.

Die Marinade über das Gemüse geben und die Schale mit einem Deckel oder Frischhaltefolie verschließen. Gut durchschütteln um die Würzung gleichmäßig zu verteilen. Nochmal etwa eine halbe Stunde durchziehen lassen.

Wer möchte kann noch Kocherdnüsse (aus dem Asiamarkt) in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten, grob hacken und darüber streuen. Schmeckt toll!

Sarah (von Sarah’s Cucina Bella) meint, daß man den Salat auch gut ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren kann - man kann also gleich eine größere Menge auf Vorrat machen.

Ich habe - wie auf dem Bild zu sehen - Reis in ein Schälchen gegeben, den Lach mit der Teriyakisauce darauf gebettet und ringsrum den Rettichsalat drappiert. Am besten hat es geschmeckt, als ich den Lachs mit den Stäbchen in kleine Stücke gestampft habe und alles miteinander vermengt habe. Klingt chaotisch, schmeckt köstlich!

Dazu passt ein japanisches Bier oder danach ein Becherchen Sake :-)

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