Ich hatte in der Zeitung gelesen, dass in Haidhausen ein neuer Alnatura Supermarkt aufgemacht hat. Da ich zufällig in der Nähe war, habe ich ihn mir mal von innen angeschaut. Er ist sehr geräumig, und hell eingerichet. Gleich am Eingang gibt es einen Bäckereibereich mit allerlei frischen Backwaren. Wenn man am Obst- und Gemüsestand vorbei gegangen ist, fällt einem gleich die große Auswahl an Kühl- und Tiefkühlprodukten auf. Außerdem gibt es natürlich sämtliche Konserven, Nudeln und Süßigkeiten.

Am Regal mit den Gewürzmischungen bin ich schon in so manchem Biomarkt hängen geblieben, da man dort immer spannende Zusammenstellungen findet. Leider auch sehr teuer. Diesmal habe ich mich verleiten lassen, doch eine mit nach Hause zu nehmen.

Aber die Zutatenliste hörte sich auch einfach zu gut an: Steinsalz, Vollrohrzucker*, geröstete Erdnusskerne*, Gomasio* (Sesam*, Salz), Meerrettich*, schwarzer Pfeffer*, gerösteter Knoblauch*, Meeressalat*, Tulsi*, Shiitakepilze*, Galgant*, Langpfeffer*. (*Aus kontrolliert biologischem Anbau.) Und das Döschen ist auch besonders schön.



Sie hat den lustigen Namen "Buddha's Bauch" und ist für allerlei exotische Salate geeignet. Man rührt einen Löffel davon in etwas warmes Wasser ein, gibt noch ein wenig (Reis-)essig und (Sesam-)öl dazu und kann damit Gemüse, Nudeln, Reis und vieles mehr würzen.

Ich habe einen lauwarmen Glasnudelsalat mit Gemüse gemacht. Tofu hatte ich leider keinen mehr, aber der hätte auch prima rein gepasst.

Ich habe mir den Geschmack der Würzmischung zwar etwas anders vorgestellt, aber fand den Salat dann trotzdem recht gelungen. Ich habe ihn am Abend lauwarm gegessen und am nächsten Tag die Reste kalt verputzt.



Für 2 Portionen:
1 Packung Glasnudeln
1 Karotte, in dünne Streifen gehobelt
2 Frühlingszwiebeln, in dünne Ringe geschnitten
eine handvoll Chinakohl, in dünne Streifen geschnitten
helles Sesamöl oder Sonnenblumenöl zum Anschwitzen des Gemüses

Dressing:
1,5 EL Buddha's Bauch Gewürzmischung
1,5 EL heißes Wasser
geröstetes, dunkles Sesamöl
Reisessig
Wer möchte: 1 EL fein gehackter Ingwer, frischer Koriander, geröstete Erdnuss-Stücke,



Die Glasnudeln in eine Schale geben und mit kochendem Wasser begießen. Ca. 2 Minuten ziehen lassen, bis sie etwas weicher, aber noch bissfest sind. Dann das Wasser abgießen.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das vorbereitete Gemüse kurz darin anschwitzen. Es soll auch noch bissfest bleiben. Dann zusammen mit den Nudeln in einer Schale vermengen.

Das Dressing über den Glasnudelsalat geben und mit den verwendeten Zutaten abschmecken. Frischer Ingwer schmeckt sehr gut in der Sauce! Wer möchte kann den Salat mit gerösteten Erdnüssen und Koriander garnieren.


Für 2-3 Portionen:
3 Packungen frische Okraschoten (ca. 20 Stück)
1 EL getrocknete oder 4 frische Curryblätter
ca. 1,5 cm Ingwer, geschält, in dünne Scheiben geschnitten

5 Tomaten, grob gewürfelt
ca. 1/2 cm frischer Ingwer, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, gepresst oder fein gehackt
Chilis nach gewünschtem Schärfegrad, fein gehackt
Garam Masala, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer
frische Korianderblätter



Die Okras waschen, gut trockentupfen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden.

Reichlich Ghee oder Öl in einem Topf erhitzen und die Okrastücke zusammen mit den Ingwerscheiben und den Curryblättern frittieren, bis sie aufhören zu schleimen und etwas "einschrumpeln" - ca. 5 Minuten. Herausnehmen und auf einem Stück Küchenpapier abtropfen lassen.

Ein wenig von dem Ghee im Topf behalten (ca. 1 EL). Den Rest in eine Schale kippen und auskühlen lassen, denn heisses Fett im Spülbecken ist nicht so gut.

Die Kreuzkümmelsamen zusammen mit dem Knoblauch darin kurz anrösten. Ingwer, Chili und Tomaten dazu geben und für ca. 5 Minuten auf niedriger Hitze köcheln lassen. Mit Garam Masala, Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren die Okraschoten mit den frittierten Ingwerscheiben und Curryblättern untermengen und nochmal kurz erhitzen.

Mit reichlich frischem Koriander und indischem Fladenbrot oder Reis servieren.
Bei unserem momentanen Lieblings-Sushi-Takeout Ichi Ban gibt es auch eine sehr leckere, sättigende Udon-Suppe mit frittierten Garnelen (Tempura). Ein perfektes, leichtes Abendessen das ich mir oft und gerne hole. Udon-Nudeln sind dicke, lange, japanische Weizennudeln.

Bisher hatte ich keine Ahnung, wie einfach es geht, eine vegetarische Variante der Udon-Suppe selbst zu machen. Bis ich auf den Blogeintrag von Shaina Olmanson gestoßen bin.

Kaum hatte ich das Foto gesehen, hatte ich total Lust eine zu essen. Also bin ich nach der Arbeit in den Asia-Markt gefahren und habe mir die paar nötigen Zutaten besorgt. Viel braucht man ja nicht. Und ein paar Minuten später saß ich vor einer dampfenden Schale!

Schneller geht es kaum, ein gesundes und leckeres Essen zu zaubern. Und man braucht lediglich die Suppengrundlage. Als Einlage kann man das verwenden, was man gerade zur Hand hat. Jetzt müsste ich mich nur noch irgendwann mal selbst an ein Tempura trauen ;-)



Für 1 Portion:

1 große Suppenschale voll Gemüsebrühe
1 Packung fertig gekochte, eingeschweisste Udon-Nudeln
1-2 TL helle Misopaste (lieber erst nur einen TL rein tun und probieren - nachwürzen kann man immer)

Suppeneinlage nach Wunsch und Geschmack, z.B.:

1 kleine handvoll frische Spinatblätter
1 kleine Karotte, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
ein paar Würfel Seidentofu
2 EL Frühlingszwiebeln, in dünne Ringe geschnitten
1/2 TL frischer, fein gehackter Ingwer
1 EL gerösteter Sesam



Sesam in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Beiseite stellen.

Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen. Wenn sie kocht, die Hitze herunterschalten und die Nudeln und Karottenscheiben hinein geben. Nach einer Minute auch den Spinat, Tofu und Ingwer zufügen.

Ein paar Esslöffel Brühe in ein Schälchen abschöpfen und die Misopaste damit gut verquirlen. Die nun verflüssigte Paste in die Suppe geben und vorsichtig umrühren. Eine weitere Minute köcheln und dann sofort in einer großen Suppenschüssel servieren und mit dem gerösteten Sesam bestreuen.

Am besten essen sich die großen, dicken Nudeln mit Stäbchen und für die Brühe kann man einen Löffel reichen, oder sie direkt aus der Schale schlürfen.

Um die Suppe noch reichhaltiger zu machen, kann man ein gekochtes Ei und/oder frittierten, getrockneten Tofu hinein geben. Auch frische Tempura-Garnelen (Garnelen im Backteig frittiert) schmecken fantastisch dazu. Natürlich könnte man statt Spinat auch getrocknete Algen nehmen. So kann man die Liste unendlich weiterführen.

Tip: Wenn man die Misopaste in ein sauberes Schraubglas füllt und sie in den Kühlschrank stellt, hält sie relativ lange!
Draußen tanzen die Schneeflocken weiter und es ist zapfig kalt.
Aber ich träume von Sonne und Strand.
Und wenn ich da jetzt wäre, sähe ich in etwa so aus:



Kurzer Vergleich zum Ist-Zustand:




Doch schon ein einfaches Frühstücksbrot kann einen mental in die Wärme beamen. Nach Bangkok, direkt an meinen Lieblingstisch in die Shanti Lodge. Dort gibt es nämlich das beste Frühstücksbrot auf der ganzen Welt.



Und so in etwa holt man es sich auf den heimischen Tisch:
1 Scheibe Brot oder 2 Scheiben Toast
1 Schalotte
1 handvoll frische Spinatblätter
Salz, Pfeffer
Butter
wer mag: Frischkäse

Brot im Toaster oder einer Pfanne knusprig anrösten.

In einer kleinen Pfanne 1 guten Esslöffel Butter schmelzen und die Schalottenwürfel darin anschwitzen. Die Spinatblätter dazu geben (wenn sie sehr groß sind, grob in Stücke schneiden). Auf mittlerer Hitze unter rühren zusammen fallen lassen. Mit Salz, Pfeffer und - wer mag noch einer Prise geröstetem Knoblauch aus der Mühle würzen.

Das Brot ist nun etwas abgekühlt und man kann es mit Butter oder reichlich Frischkäse bestreichen. Dann den Spinat darauf verteilen, schön anrichten und mit einer heißen Tasse Schwarztee genießen...

Miss u BKK <3

Gute Vorsätze?


Mittwoch, 19. Januar 2011

Dioxinskandal hin oder her, etwas Gutes hat es ja: Das ganze Thema sorgt wieder ein wenig dafür, dass die Lebens-Leidensumstände der "Ware Tier" und somit auch das Verhalten der Verbraucher mehr Medienpräsenz erhalten. Das heizt Diskussionen an und der eine oder andere denkt vielleicht sogar kurzfristig darüber nach, was er täglich auf dem Teller liegen hat, wo es her kommt und ob das alles so wünschenswert und vertretbar ist.

Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, gibt es immer Situationen, die verbesserungsfähig sind. Natürlich auch bei mir, deshalb möchte ich nicht wild mit dem Zeigefinger wedeln. Aber der altbekannte Spruch "Nachfrage regelt das Angebot" trifft den Nagel einfach ganz gut auf den Kopf. Auch wenn man sich als Einzelner oft recht machtlos vorkommt, kann man doch etwas tun - sich informieren, bewußt wählen, wo und was man einkauft und vielleicht hin und wieder auch mal auf etwas verzichten. Natürlich ist eine bessere Qualität auch teurer und man kann sich gewisse Dinge vielleicht nicht jeden Tag leisten. Aber muss wirklich immer alles verfügbar sein, egal unter welchen Umständen es in die Ladenregale gelangt? Ich denke, wenn jeder nur ein bisschen was tut, hilft das schon ungemein.

Das ist so grob mein Vorsatz für's neue Jahr - nach dem, was man eigentlich die Ganze Zeit denkt und fühlt, in Zukunft wieder noch konsequenter zu handeln.

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