Schoko-Plätzchen auf die Schnelle


Dienstag, 20. Dezember 2011

Das schnelle, einfache und unglaublich leckere Schoko-Shortbread (Rezept hier) macht sich mit etwas Kuvertüre und einer halben Cashewnuss verziert auch toll auf dem Weihnachtsplätzchen-Teller!

Und was meint Ihr, wie die ganze Wohnung duftet, nachdem man sie in den Ofen geschoben hat... hmmmmm :-)




Weitere Weihnachts-Leckereien:
Pocky Sticks mit verschiedenen Glasuren
Duftende Honigkuchen Baum- oder Geschenkanhänger
Palets de Dames - nussige Kekse aus Mürbteig
Buttercremeplätzchen wie bei Oma
Florentiner zum Dahinschmelzen
Rosenwasser-Pistazien-Kekse

Die staade (Hochdeutsch: "ruhige") Vorweihnachtszeit macht ihrem Namen auch dieses Jahr wieder keine große Ehre. Aber das ist ein passender Abschluss zum ganzen letzten Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen, einschneidenden Veränderungen und Prüfungen...

Doch langsam weihnachtet es sogar bei mir! Die Zutaten für die alljährlichen, traumhaften Florentiner liegen im Schrank bereit und seit Samstag ziert unseren Esstisch sogar ein großer Adventskranz.



Für alle, die auch so früh dran sind, wie ich, habe ich ein tolles Rezept von meiner Mutter, wie man schönen duftenden Baumschmuck oder auch Geschenkanhänger selbst backen kann. Die halten nicht nur ein Weihnachtsfest lang, sondern können problemlos in einer Kiste trocken gelagert werden für die nächsten Jahre. Meine sind schon 4 Jahre alt und verbreiten noch immer ein weihnachtliches Aroma!




Für den Teig:
Backpapier für das Blech
100 g Margarine oder Butter
250 g Honig
125 g Zucker
1/2 Päckchen Lebkuchengewürz
10 g Kakaopulver
600 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
1 Ei

Für die Deko:
150 g Puderzucker
etwas frischen Zitronensaft und ein wenig Wasser
verschiedene Lebensmittelfarben zum Färben des Zuckergusses
Back-Dekoration, z.B. Liebesperlen, Zuckerstreusel, Mandeln, Belegkirschen usw.


Die Butter (oder Margarine) mit dem Honig, Zucker, Lebkuchengewürz und Kakaopulver in einem Topf unter durchgehendem Rühren bei milder Hitze einmal kurz aufkochen lassen. Anschließend abkühlen lassen.

Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und in eine Schale sieben. Mit dem Salz und dem Ei zusammen in einem Schwung in das Honiggemisch geben.

Zuerst die Zutaten mit einem Löffel vermengen, dann den Teig auf einer gemehlten Fläche gut durchkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mit einer Schüssel bedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht ruhen lassen.

Die Backbleche mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Fläche ca. 4 mm dick ausrollen. Mit Förmchen weihnachtliche Motive ausstechen und auf dem Backblech verteilen.

Auf mittlerer Schiene für 15 Minuten backen. Die fertigen Küchlein mit einem breiten Messer vom Backblech heben und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Dekobeispiel:
Den Puderzucker mit Zitronensaft und etwas Wasser verrühren (Flüssigkeitsmenge einfach nach eigenem Ermessen dazu geben), dass eine spritzfähige, nicht zu flüssige Masse entsteht. Die Glasur auf drei Schälchen verteilen und jede mit einer anderen Lebensmittelfarbe einfärben.

Eine Spritztüte kann man entweder aus Pergamentpapier drehen, oder man füllt die Masse in einen Gefrierbeutel, drückt alles auf eine Seite und schneidet dann ein kleines Stück der Spitze ab. Damit kann man die Anhänger mit filigranen Mustern verzieren und Zuckerkügelchen oder Streusel darauf kleben.



Alternative für Förmchen:
Wenn man keine geeigneten Förmchen zuhause hat, kann man sich aus Pappe verschiedene Schablonen vorzeichnen und ausschneiden, z.B. einen Tannenbaum, Stern, Mond etc.

Außerdem sehen die Anhänger auch als essbarer Weihnachtsgruß an einem Päckchen sehr hübsch aus. Als Verzierung könnte man die Namen der Beschenkten auf die Plätzchen spritzen.



Gutes Gelingen, eine tolle Einstimmung auf die Feiertage und nicht zu viel vorher vom Baum naschen ;-)!

Olivenbrot mit Tomaten und Pinienkernen


Dienstag, 30. August 2011

So einfach kommt man an frisches, selbst gebackenes Brot! Das Rezept stammt aus dem Buch 'Antipasti & Tapas' vom ZS Verlag.
Dazu ein paar Pasten und Aufstriche mit viel Knoblauch und Kräutern und ein schönes Glas Wein!



1 Würfel frische Hefe (42 g)
1/2 TL Zucker
1 TL Salz
3 EL Olivenöl
400 g Weizenmehl (Type 550)
70 g getrocknete Tomaten
70 g schwarze Oliven (ohne Stein)
40 g grüne Oliven (ohne Stein)
30 g Pinienkerne
1 Eiweiss zum Bestreichen
2 EL Rosmarinnadeln
Mehl für die Arbeitsfläche

Hefe und Zucker in 200 ml lauwarmem Wasser auflösen. Salz und Öl mit dem Mehl in einer Schüssel vermischen, die Hefe dazugießen und alles mit den Knethaken des elektischen Handrührgeräts zu einem Teig verkneten. Falls nötig, noch etwas Wasser oder Mehl unterkneten. In einer bemehlten Schüssel zugedeckt etwa 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Tomaten und beide Olivensorten grob hacken und mit den Pinienkernen unter den Teig kneten. Den Teig in 2 Portionen teilen, diese länglich ausrollen, auf ein gefettetes Backblech legen und zugedeckt noch etwa 20 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 250 Grad vorheizen.

Die Brote mehrmals quer einschneiden. Das Eiweiss leicht verquirlen, die Brote damit bestreichen und mit Rosmarinnadeln bestreuen. Im Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen. Die Temperatur auf 200 Grad herunterschalten und die Brote 15 bis 20 Minuten fertig backen.

Spätestens nachdem ich den Rezeptteil des Buches "Arm aber Bio" (hier habe ich darüber geschrieben) durch hatte, hat mein Magen verdächtig geknurrt. Der Gedanke an frisches Naan (indisches Hefefladenbrot) hat mich inspiriert, meine vernachlässigte Kühlschrank-Aubergine auf indische/orientalische Art zuzubereiten.

Ich habe die Autorin, Frau Wolff, gefragt, ob ich ihr Naan Rezept hier teilen darf und sie hat zugestimmt! Vielen Dank - die Fladenbrote passen nämlich wunderbar!



Aubergine (Hindi: बैंगन / baiṅgan) nach orange-Art:
Für 1-2 Portionen

1 Aubergine
eine handvoll Cocktailtomaten, geviertelt
1 Lauchstange
1/2 Zehe Knoblauch
Olivenöl
Meersalz, Pfeffer
1/2 TL Kreuzkümmelsamen, trocken geröstet
wer mag: geröstete Walnüsse, frische Kräuter (z.B. Minze oder Koriander)


Backofen auf 220°C stellen.

Die Auberine waschen, trocknen, ein paar Mal mit einer Gabel oben einstechen und auf ein Backblech legen (direkt aufs Metall).

Die Cocktailtomaten vierteln und neben der Aubergine auf einem Stück Backpapier verteilen. Den Lauch in ca. 10cm lange Stücke schneiden und längs halbieren. Mit dem Knoblauch zur Tomate legen. Das Gemüse auf dem Backpapier mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Tomaten rösten, bis sie durch sind und Lauch und Knoblauch etwas Farbe bekommen haben. Dann das Gemüse auf dem Backpapier heraus nehmen und beiseite legen.

Die Aubergine weiter rösten, bis die Haut Blasen wirft und das Fleisch weich ist. Aubergine vorsichtig aus dem Ofen holen und die Haut abziehen. Vorsicht, höllisch heiß!

Das Innere der Aubergine in grobe Stücke schneiden, in eine Schale geben und mit der Gabel ein wenig zermatschen.

Die inzwischen ein wenig abgekühlten Lauchstücke in dünne Streifen schneiden, den Knoblauch in feine Würfel. Mit den Tomaten unter das Auberginenmus mischen.

Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Kreuzkümmel in einer Pfanne ohne Fett anrösten und in einem Mörser zu Pulver verarbeiten. Kreuzkümmel unter das Auberginengemüse mengen und mit den Walnußstücken dekorieren.


Basilikum-Raita:
1/2 Becher Joghurt mit etwas Wasser verdünnt
ein wenig Salz und Pfeffer
frisch gehackte Basilikumblätter (oder andere frische Kräuter nach Wahl, z.B. Koriander)
ein Hauch Zitronenabrieb

Alles gut miteinander vermengen und kühl stellen.


Aus dem Buch "Arm aber Bio":
5 Mini-Fladen (Gesamtkosten etwa 0,35 EUR)

200 g Mehl + etwas Mehl zum Verarbeiten
1 knapper TL Trockenhefe
1 gute Prise Salz
1 Prise Zucker (erleichtert der Hefe die Arbeit)

Mehl mit Trockenhefe, Salz und Zucker mischen und mit 150 ml lauwarmem Wasser zu einem festen Brei verrühren. Mit einem Tuch bedecken und an einem geschützten, warmen Platz stehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Etwas Mehl auf die Hände nehmen und den Teig kräftig durchkneten. Eine Pfanne erhitzen. Teig in 5 Stücke teilen und zu flachen Fladen formen. Ohne Fett in der Pfanne von beiden Seiten backen, bis sie braune Flecken bekommen.

Tipp:
Klar schmecken die Fladen frisch aus der Pfanne am besten, aber im Gegensatz zu den ohne Hefe hergestellten Fladen, welche am nächsten Tag steinhart und ungenießbar sind, lassen die Hefefladen sich auch am Tag danach noch verwenden.

Varianten:
Die beschriebene, sehr schlichte Variante können Sie etwas anreichern, indem Sie ein, zwei Löffel Joghurt oder Sauerrahm in den Teig mischen und/oder etwas geschmolzene Butter unterrühren.

Außerdem läßt sich der Teig beliebig würzen: orientalisch mit gemahlenem Kreuzkümmel, mediterran mit feinst gehacktem frischem Rosmarin und Knoblauch, oder auch mit kleinen Stückchen von Oliven und/oder getrockneten Tomaten.


Um aus den frischen Fladenbroten ein knoblauchiges Vergnügen zu machen, einfach eine Knoblauchzehe in einige EL weiche Butter pressen und gut vermengen. Immer wenn ein Fladen aus der Pfanne kommt, auf einer Seite mit der Knoblauch-Butter-Creme bestreichen.

Zum Fladen machen eignet sich am besten eine gußeisene Chapati-Pfanne (siehe Foto). Diese "Tava" hat eine relativ flache Bratfläche ohne nach oben gebogenem Rand und ist unbeschichtet. Sie kann extrem heiß werden. Aber es klappt auch mit einer normalen Pfanne.



Und nun ein Stück Brot abreissen, einen Löffel Auberginengemüse und einen Löffel Raita aufladen und genießen!

... Und danach immer schön in die Richtung atmen, in der keine Leute sitzen ;-)
Die Rhabarberzeit ist ja offiziell leider schon vorbei, aber vielleicht ergattert man doch noch auf den letzten Drücker ein paar Stangen, hat welchen eingefroren oder merkt sich das Rezept für nächstes Jahr vor... Es lohnt sich, der Kuchen ist so fein und saftig!

Alternativ verwendet man einfach Johannisbeeren oder anderes säuerliches Obst :-)



Für 1 Blech:
1 Lage Backpapier
ca. 1 kg Rhabarber
4 Eier
175 g Butter, zimmerwarm
150 g Zucker für den Teig
200 g Zucker für die Baisermasse
Mark von 1/2 Vanillestange
1 Prise Salz
250 g Mehl
1/2 Tütchen Backpulver
100 g gemahlene Mandeln

Backofen auf 200°C vorheizen.
Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Rhabarber waschen, abtropfen lassen, so weit nötig schälen und in 1 cm lange Stücke schneiden.
Die Eier trennen und in unterschiedliche Rührschüsseln geben.

Für den Teig:
Mehl und Backpulver vermengen.
Butter, 150 g Zucker, Mark der Vanilleschote und Salz mit dem Handrührgerät cremig schlagen. Die Eigelbe nach und nach dazu geben, dann die Mehl-Backpulver-Mischung langsam zufügen und kurz zu einem glatten Teig rühren.

Den fertigen Teig mit einem Teigschaber gleichmäßig auf das Backpapier streichen.

Für das Baiser:
Eiweiß und 1 Prise Salz mit dem (sauberen) Handrührgerät steif schlagen. Unter weiterem Schlagen 200 g Zucker langsam dazu geben. So lange schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse cremig wird.

Vorsichtig die Rhabarberstücke und die gemahlenen Mandeln unter den Eischnee heben und auf dem Teig verteilen.

Für ca. 35 Minuten backen. Wenn der Baiser schon nach der Hälfte der Zeit anfängt, zu dunkel zu werden, bis Ende der Backzeit vorsichtig mit einer Lage Alufolie abdecken.
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