Normalerweise gibt es bei uns am 24.12. einen besonderen Salat als Vorspeise, Fisch und Gemüse als Hauptgang und irgend etwas Verführerisches als Nachtisch (wie im letzten Jahr). In diesem Jahr wollte sich meine Mutter nicht so viel Arbeit mit dem Weihnachtsmenü machen und mein Vater wünschte sich ein kaltes Buffet. Moral von der Geschicht war natürlich, dass es am Ende viel mehr Arbeit war ;-) Aber immerhin ließen sich die Gerichte sehr gut vorbereiten und kurz vor der Abendessens-Zeit mussten nur noch ein paar Kleinigkeiten erledigt werden.



Als Magenwärmer hatten wir zuerst eine tolle, ingwerlastige Kürbissuppe, die mit einem Schuß Sahne, Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen garniert war (zum Rezept). Das kernige Walnussbrot, das meine Schwester noch besorgt hatte, passte sowohl zu der Suppe, als auch zu den Salaten danach.

Die Stars des Buffets:

Salat aus Kürbis und roten Linsen mit frischen Dattelstreifen
(zum Rezept)
Dieser Salat war besonders lecker und hat auch richtig gut satt gemacht.




Feldsalat mit gebratenem Ziegenkäse, frischen Feigen und sahniger Zwiebelsauce
Auf dem Käse haben wir, nachdem wir ihn kurz ohne zusätzliches Fett in der Pfanne angebraten hatten, in Rosenhonig eingelegte Walnüsse verteilt. Diese gibt es in manchen Feinkostläden zu kaufen. Das Dressing habe ich aus Walnussessig, neutralem Öl, Senf, Sahne, ganz fein gehackten Zwiebeln, Honig, Salz und Pfeffer angerührt. Die Mengen habe ich durch Abschmecken ermittelt - da kann man experimentieren.




Leichter Waldorfsalat (Zu den Rezepten)
Ich mochte Waldorfsalat noch nie so recht. Alle Varianten, die ich bisher probiert hatte waren pampfig, sehr schwer und mit Sahne und Mayo überladen.
Vor kurzem hatte ich dann ein Vollwert-Rezept mit einer veganen Sauce aus gemahlenen Sonnenblumenkernen probiert und war total begeistert. Als meine Mutter meinte, sie möchte einen Waldorfsalat mit "normalen" Zutaten zu Weihnachten machen, war ich wieder etwas skeptisch, aber ihr Rezept stellte sich ebenfalls als schön leicht und sehr lecker heraus! Für's nächste Mal habe ich also die Qual der Rezepte-Wahl!




Bunter Kichererbsensalat mit Gemüse (Rezept kommt in Kürze!)
Eine tolle Beilage nicht nur beim Grillen...




Krabbencocktail (zum Rezept)
Der Klassiker mit "Tousand-Island-Dressing", Ananas und knackigem Eissalat.




Außerdem gab es noch eine kleine Wurst- und Käseplatte, ein paar frische Datteln mit einer Mandel gefüllt, mit eine Salbeiblatt und einer Scheibe Speck umwickelt und knusprig angebraten. Für die vegetarische Version kann man den Speck einfach weg lassen und befestigt das Salbeiblatt mit einem Spießchen (zum Rezept).




Gekochte und halbierte Eier mit Senf, Tomatenmark und Mayonaise


Später, als wieder etwas Platz in der Magengegend war, haben wir uns noch mit selbst gemachter Mousse au Chocolat (Rezept kommt in Kürze!) und Bayrische Creme (zum Rezept), Pistazienlikör und frischen Früchten verwöhnen lassen.



Gibt es in Eurer Familie ein traditonelles Weihnachtsgericht und was mögt ihr an den Festtagen am liebsten?

Dafür, dass ich an diesem Tag eigentlich durchbrennen wollte, hatten wir an jenem besagten Freitagabend eine beachtliche Menge lieber Freunde, kalte Getränke und Essen bei uns zuhause. Jetzt hat es auch mich erwischt und das nächste Lebensjahrzehnt ist angebrochen. Möge es besser anfangen, als das letzte geendet hat und mir alle meine Wünsche, Träume und Spinnereien erfüllen! ;-)

Zum Hunger stillen gab es ein kleines Buffet mit Aufstrichen, Salaten und reichlich Baguette. Einige altbewährte Rezepte kamen zum Einsatz:
Hummus (orientalisches Kichererbsenmus - › zum Rezept) und Baba Ghanoush (Syrisches Auberginenmus - › zum Rezept) ...



... und Kisir (tomatig-scharfer Couscous-Salat - › zum Rezept)




Zusätzlich habe ich grüne und schwarze Oliven (aus dem Feinkostladen) auf zwei verschiedene Arten eingelegt.

1. Oliven mit Koriandersamen und Zitronenschale
Die erste Portion habe ich mit im Mörser grob zerstossenen Koriandersamen (ca. 1 EL), dünn abgeschnittene Schalen von 1 ungespritzten Zitrone, Saft von 1 Zitrone und einem großzügigen Schuss gutem Olivenöl mariniert.



2. Oliven mit frischem Koriander und Knoblauch
Die zweite Portion habe ich mit frisch gehacktem Knoblauch (Menge nach Geschmack) und reichlich frischen, grob gehackten Korianderblättern, etwas Zitronensaft und Olivenöl vermengt und ziehen lassen. So haben wir sie damals in Portugal (› zum Reisebericht) gegessen und ich wollte sie schon ewig einmal nachmachen. Ein Muß für Koriander-Liebhaber!



Beide Varianten sollten mindestens eine Stunde Zeit haben, die Aromen zu entfalten.


Etwas besonderes ist auch der aufgepeppte Ziegenkäse.
Ich habe getrocknete Cranberries, grob gehackte Walnüsse, rosa Pfefferbeeren (grob im Mörser zerstoßen) und reichlich frischen Thymian vermengt und außen auf die Ziegenfrischkäsepyramide gedrückt. Etwas Honig, einen Spritzer Zitronensaft und Olivenöl und eine Prise Fleur des Sel drüber und fertig.




Beim Büffelmozzarella mit asiatischer Honigmango und Minze war ich fast zu spät mit Fotografieren dran, so schnell war er weg!
Die Mango und den Mozzarella in Scheiben schneiden und versetzt anrichten. Eine Vinaigrette aus Limettensaft (2 Limetten), Olivenöl, 1 fein geschnittener Thaichili und Honig herstellen und darüber träufeln. Mit frischer Minze, Basilikum und gerösteten Pinienkernen garnieren, mit (Zitronen-)Pfeffer und Fleur de Sel (oder etwas normalem Salz) würzen.



Am besten schmecken Mangos mit perfektem Reifegrad - die Sorte mit der einheitlich sonnengelben Schale, wie hier von der Katze bewacht. Meine waren - glaube ich - aus Pakistan.




Als warmen Mitternachtssnack gab es eine würzige Tomatensuppe mit Ingwer und Kokosmilch (› zum Rezept).



Danke an alle für die schöne Nacht! :-)

Weihnachts-Schlemmertage


Sonntag, 3. Januar 2010

Ich hoffe, Ihr habt die Weihnachtstage gut überstanden und eine schöne Zeit mit Euren Lieben gehabt! :-)

Ich habe sie mit meiner Familie verbracht und sowohl verwöhnt als auch mich ausgiebig verwöhnen lassen. Und so hat meine Mutter unsere Betten hergerichtet :> In dieses Gasthaus kommt man doch gern wieder!





Am Heilig Abend hatten wir ein wunderbar leichtes Menü zu reichlich fruchtig-frischem Weißwein. Wir waren nach dem Essen nicht träge und voll, sondern beschwingt genug, um vor lauter quatschen fast die Bescherung zu verpassen! Um 11 Uhr ist uns aufgefallen, daß die Zeit nur so verflogen ist und ja noch Geschenke auspacken ansteht! Daran merkt man wohl, daß man alt wird ;-) Früher wäre mir das nie passiert (ok, sehr viel früher, ich gebs zu)!



Ein weiterer Vorteil des Menüs war, daß man es recht gut vorbereiten konnte und somit keiner ewig lange in der Küche stehen mußte. Aber jetzt will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen... es gab:


Vorspeise:
Feldsalat mit einem Dressing aus Himbeeressig, Kürbiskernöl und Senf (Dressing-Rezept hier ganz unten), dazu geröstete Kürbiswürfel (Rezept hier) , im Sesammantel gebratener Ziegenfrischkäse (Einfach Vorder- und Rückseite mit Sesam bestreuen, andrücken und Käse in einer Pfanne anbraten, bis er beginnt zu zerfließen. Auf dem vorbereiteten Salat anrichten) und Walnußstücke




Hauptgericht:
Zander und Seehecht - in der Pfanne gebraten - auf Meerrettich-Sahne-Wirsing (Rezept hier ganz unten bei "The day after" - statt mit Senf habe ich mit Sahnemeerrettich abgeschmeckt), dazu Knoblauch-Kräuter-Garnelen und lila Kartöffelchen




Dessert:
Selbstgemachtes Orangen-Marzipan-Parfait mit Mokkasauce und Orangenfilets (Rezept hier)





Leider bin ich gar nicht dazu gekommen, mich ein wenig mehr kreativ zu betätigen, was ich eigentlich geplant hatte und auf was ich mich schon wochenlang gefreut hatte. Aber mal habe ich für meine Familie gekocht und meist haben wir uns mit Verwandten und Bekannten getroffen und ... Ihr werdet es gleich erraten ... gegessen ;-) Auch schön.

Aber wenigstens in den Garten habe ich es geschafft, um ein paar Motive einzufangen, bei denen man auf den ersten Blick gar nicht weiß - ist jetzt Herbst, Frühling oder Winter?!

Das Licht wirkt kühl (re)...


... doch überall fangen die Knospen schon an zu sprießen (re)...


... und dem Charme einer Rose kann auch Väterchen Frost
nichts anhaben (re).

Kulinarische Geschenke


Montag, 21. Januar 2008

Jetzt, da Weihnachten vorbei ist, kann ich auch die Rezepte für meine diesjährigen kulinarischen Geschenke freischalten, ohne daß eine Überraschung verdorben wird:
- Dunkelbierlikör
- Steinpilz - Öl
- Kumquat-Essig

Und fuer meine Kollegen gab es je ein Flaeschchen selbst angesetzten Waldbeeren- und Rosenlikoer. Die getrockneten Mischungen kann man fertig kaufen. Meine waren von "Bruder Ignazius" (siehe Bild).



P.S. Auf meiner Seite findet Ihr noch viele weitere kulinarische Geschenke! Pralinen, Liköre, Marmeladen, Chutneys.... :-)
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