Ein kleiner Ausflug unserer fast (!) vollständigen Hindi-Kurs-Gruppe führte uns Anfang Dezember in die Küche von Anuli. Seit ungefähr 5 1/2 Jahren lernen wir nun schon zusammen diese spannende, indische Sprache. Da liegt es nahe, dass wir das Ganze auch einmal bei gutem indischem Essen in gemütlicher Atmosphäre vertiefen - vor allem, wenn wir schon eine Ayurveda-Fachfrau unter uns haben.

Anuli ist in Griechenland geboren und in München aufgewachsen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit der ayurvedischen Küche - beruflich aber wohl noch mehr aus Berufung. Sie war unter anderem 5 Jahre lang Küchenchefin im renomierten Ayurvedazentrum Atma Santulana Village von Dr. Shri Balaji Tambe in der Nähe von Pune, Indien.

Unter dem Namen annayoga bietet Anuli ayurvedische Ernährungsberatung, Kochkurse, Anwendungen wie Massagen und Produkte an. Ihre gesunden und wohlschmeckenden Gerichte können für Parties, als Büro-Mittagstisch oder als Gruppenverpflegung z.B. für Kindergärten bestellt werden. Auf Ihrer Website könnt Ihr noch mehr über Anuli und ihre Arbeit erfahren.


Apropos Arbeit! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. - Nur gut, dass beim Kochen die "Arbeit" auch schon Vergnügen ist ;-)

Als wir uns schließlich alle an Anuli's Küchentisch einfanden, hatte sie schon duftenden Chai (Gewürztee), Kuchen und "Jala" (mit ayurvedischen Kräutern gekochtes Wasser) vorbereitet. So konnten wir uns stärken, bevor es ans wilde Schneiden, Pürieren, Kochen und Würzen ging.

Obwohl wir so eine schlimme "Ratsch-Truppe" sind, hat Anuli es mit ihrer Ruhe und Gelassenheit geschafft, uns in die Arbeitsschritte der Rezepte einzuweisen und die gesundheitlichen und geschmacklichen Eigenschaften der zu verwendenden Gewürze zu erklären.



Wir haben alle unseren Platz eingenommen und los gelegt. Das war unser Menü:

Mung Dhal - Mungbohnen in würziger Sauce


Sabzi Kofta - frittierte Gemüsebällchen mit Karotte, Zucchini, frischem Spinat in würziger Mandel-Kokos-Sauce


Dhirdi - gebratene Gemüsepflänzchen mit Karotte, Zucchini, Ruccola und Kichererbsenmehl


Kreuzkümmel-Reis, Chapati und Paratha (indisches Fladenbrot)


Tomaten-Gurken-Salat mit Gewürzöl und gerösteten Erdnüssen


Koriander-Minz-Kokos-Chutney und von Anuli selbst eingelegte Zitronen-Pickles sowie Ingwer-Gelbwurz-Pickles


Alles zusammen ergab ein ausgewogenes und abwechslungsreiches, gesundes und überaus schmackhaftes vegetarisches Essen...



Das sagt wohl alles :)



Jedem, der einmal eine Einführung in das Kochen nach Ayurveda erhalten möchte und dafür jemanden sucht, der weiß, wovon er spricht, kann ich einen Nachmittag bei Anuli ans Herz legen.


annayoga - Ayurvedische Produkte, Mittagstisch, Partyservice und Kochkurse
Anatoli Diamantidou
Mobil: 0179-295 0523
E-Mail: kontakt@annayoga.de
Website: www.annayoga.de
Süd-West-Küste und Hochland in drei abwechslungsreichen Wochen



Zur Vervollständigung meiner Reiseberichte kommt hier nachträglich noch die Übersicht und der Routenplan unseres Sri Lanka-Trips vom Oktober/November 2011!




› Teil 1 - Hikkaduwa
Meerblick, einschüchternde Wellen, tolles Essen und der erste Arrack
Neela's Guesthouse / Top Secret Bar

› Teil 2 - Unawatuna
Traumstrand, Erholung, Schmuck, verstörende Parties und beste südindische Köstlichkeiten
Banana Garden / Krishan Gem & Jewellers / South Ceylon Vegetarian Restaurant

› Teil 3 - Talalla
Turtle Farm, Cinnamon Island, Ayurveda Garten, Stelzenfischer, Strandeinsamkeit und eine herzliche Gastfamilie
Kogalla See / Dondra / Secret Bay Talalla

› Teil 4 - Uda Walawe
Unzählige Elefanten, Buckelpisten, beeindruckende Ausblicke, gebackener Süßwasserfisch, ein Guide mit viel Herzblut und ein sympathischer Fahrer
Uda Walawe National Park

› Teil 5 - Ella
Feines Rice & Curry, kühles Lüftchen, sportliche Bergsteigerambitionen, Katzenbabyliebe, nette Bekanntschaften
Tea Garden / Little Adam's Peak / Little Folly's

› Teil 6 - Nuwara Eliya
Zimmer mit offenem Kamin, Carrom, Wasserfälle, Teemanufakturen, Familienanschluß und sensationell liebe Bewirtung im höchsten Dorf von Nureliya
The Trevene / Mackwoods

› Teil 7 - Kandy und Colombo
Psychedelische deutsche Auswanderer, Goa in der Dachterrassenbar, Zahntempel (das Glücksarmband hält noch immer!), Ende mit Pool
Hotel Casamara / Ceylon Continental

Frühlingshafte Mangold-Lauch-Quiche


Sonntag, 4. März 2012

1 Mangold (war bei uns ca. 300 g)
1 Lauchstange, in dünne Ringe geschnitten
3-4 EL Pinienkerne
1 EL Butter
1 Packung Blätterteig
60 g würziger Bergkäse

Eiersahne:
200 g Sahne
100 ml Milch
4 Eier
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
Salz, Pfeffer



Den Backofen auf 200° C vorheizen.

Beim Mangold den grünen und den festeren, weißen Part (Stiele) trennen. Die Stiele in kleine Würfel schneiden, die grünen Blätter in Streifen.

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und heraus nehmen.

In der heißen Pfanne die Butter schmelzen und Lauchringe und Mangoldwürfel ein paar Minuten anschwitzen. In den letzten zwei Minuten auch die Blattstreifen dazu geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Eine Tarte-Form oder Springform mit Butter ausstreichen. Den Blätterteig hinein legen, so dass die Tarteform ausgefüllt ist bzw. ein etwa 2 cm hoher Rand entsteht.

Alle Zutaten für die Eiersahne mit einem Schneebesen gut verquirlen.

Das Gemüse auf den Blätterteig füllen, mit der Eiersahne übergießen und den Käse darüber reiben.

Die Quiche für 10 Minuten auf den Boden des Backofens stellen - sonst backt der Teig am Boden nicht durch. Dann für weitere 20-30 Minuten auf ein (heißes) Blech auf der untersten Schiene goldbraun fertig backen.

P.S. Das nächste Mal werde ich wohl eine Springvorm verwenden.. es ist wirklich eine Aufgabe, den Blätterteig wieder aus den Rillen der Tarteform zu kriegen!
Dazu passt am besten eine große Schüssel gemischter Salat!




Teig:
400 mg Weizenvollkornmehl
1,5 TL Trockenhefe
2 TL Salz
1 TL Zucker
3 EL Olivenöl
280 ml Wasser

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten, in vier Stücke teilen und auf einer bemehlten Oberfläche jeweils ca. 2-3 mm dick ausrollen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 50° C heizen.


Schmandcreme:
3/4 Becher Schmand
1/2 Knoblauchzehe, gepresst
Kräuter nach Wahl, z.b. Oregano, Basilikum, Thymian
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
evtl. ein paar Chiliflocken
etwas Zitronenschalenabrieb

Alle Zutaten für die Schmandcreme verrühren und mit Kräutern und Gewürzen nach Wahl abschmecken.


Belag:
1/2 Treviso, in dünne Streifen geschnitten
grüne Oliven - entkernt und in Stücke geschnitten
3 EL Pinienkerne
würziger Bergkäse zum drüber reiben

Reichlich Schmandcreme auf die Teigstücke streichen. Die Ränder dabei aussparen. Auf die Creme Treviso-Streifen, Oliven und Pinienkerne verteilen. Etwas Käse darüber reiben.

Die Ecken des Teiges auf beiden Seiten zusammen drücken und zu einem Schiffchen formen. Die Teigränder um die Füllung nach oben rollen.



Den Backofen auf "nur Beleuchtung" runter stellen und das Backblech hinein schieben. In die Tür einen Kochlöffel klemmen, dass sie einen Spalt offen bleibt. Den Teig ca. 1 Stunde gehen lassen.

Nach der Ruhephase das Backblech heraus nehmen. Die Temperatur auf 200° C stellen. Die Teigränder mit ein wenig Olivenöl bestreichen. Wenn die gewünschte Hitze erreicht ist, das Blech wieder in den Backofen schieben und für etwa 20-30 Minuten backen, bis der Teig knusprig und der Käse geschmolzen ist.
So schnell kommt man an einen ästhetisch angerichteten Teller mit warmem Abendessen - dank Resten vom Vortag!



1. Brauner Reis mit Sesam und Ingwer
1 kleine Tasse braunen Reis nach Packungsanweisung gar kochen - ich hatte ihn für 30 Minuten im Reiskocher. Meine Lieblingssorte ist "Tilda".
Ein Stückchen Butter darin auflösen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Ein paar Esslöffel Sesam in einer Pfanne rösten und über den fertigen Reis streuen. Mit dünnen Streifen von frischem Ingwer garnieren.

2. Feldsalat mit Schalotten-Sahne-Dressing
Weißweinessig, Sonnenblumenöl, etwas Senf, ein Schuß Sahne, ein Löffelchen ganz fein gehackten Zwiebeln, Honig, Salz und Pfeffer

3. Aufgewärmter Vanille-Chili-Spitzkohl
Rest vom Vortag (Rezept hier)

4. Gebratene Shitakepilze
Frische Shitakepilze putzen (Strunk etwas kürzen) und halbieren. Einen Schuß helles Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze bei hoher Hitze kurz darin anbraten. Mit ein paar Tropfen Sojasauce und dunklem Sesamöl würzen (Vorsicht, sehr aromatisch!), durchschwenken und sofort servieren.

Zur Krönung würden sich sicher auch noch ein paar Schnittlauchröllchen gut machen ;-) Guten Appetit!
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